Alle Wanderreitwege 2017-10-27T14:29:20+00:00

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Die Große Jura-Durchquerung zu Pferd

GTJ Equestre ©Mélanie Masson – CRT Bourgogne-Franche-Comté
GTJ à cheval - ©CRT Bourgogne-Franche-Comté

Darf ich vorstellen, Jonquille, ein schönes, sanftes Comtois-Pferd mit einem Fleck auf der Stirn. Dieses gutmütige Tier hat mich auf der Großen Jura-Durchquerung mit einer Gruppe 3 Tage lang auf seinem Rücken getragen.

Seine einzige Sorge während der Wanderung? Bei jedem Grasbüschel auf dem Weg anzuhalten und es zu vertilgen. Und im Jura gibt’s einiges an Grasbüschel, wir sind ja nicht in Arizona! Meine einzige Sorge? Das Vergnügen am Ausreiten wiederzufinden, denn ich habe seit 25 Jahren nicht mehr im Sattel gesessen, und verbinde jetzt mit 40 eigentlich das Pferd eher mit den Reiterhosen auf meinen Oberschenkeln als mit Wanderung.

Jonquille hat ein vorbildliches Verhalten gezeigt, besonders, da ich vorher nicht wirklich die Zeit gefunden habe (das schwere Los einer berufstätigen Frau), zu trainieren. Ein fügsames, ruhiges Tier, mit dem ich mich sofort sicher und vertraut gefühlt habe. Unter diesen Bedingungen ist das Wanderreiten ein herrliches Vergnügen! Man lässt sich tragen, sieht die abwechslungsreichen Landschaften des Jura vorbeiziehen. Zu meiner eigenen Überraschung bin ich selbst mit der Gruppe mitgaloppiert! Unvergesslich! Ich leugne nicht, dass ich danach schon etwas Muskelkater hatte, aber was letztendlich bleibt, ist die herrliche Sensation einer intakten Bindung zu Pferd und Landschaft!

Highlights auf der Strecke

  • Das wunderschöne Dorf Baume-les-Messieurs mit selbstverständlichem Halt am Hauptbrunnen der ehemaligen Abtei, um die Pferde zu tränken.

  • Inmitten der Weinberge den Hügel hinaufzureiten, der zum klassifizierten Dorf Château-Chalon führt. Dort oben, die unverzichtbare Fotopause mit Ihrem Pferd auf der Panoramaterrasse.

  • Die Hérisson-Wasserfälle. Zögern Sie im Sommer nicht, sich mit Pferd zu baden. Angesichts des Wasserstands, wird hauptsächlich das Pferd nass.

Jura Grand Huit

Jura Grand Huit - ©CRT Bourgogne-Franche-Comté

Jura Grand Huit – ©CRT Bourgogne-Franche-Comté

Schon seit Monaten ließ mich die Idee des Wanderreitens nicht los. Reitstunden sind ja ganz schön, aber mein Traum ist es, weites wildes Gelände auf einem Pferderücken zu durchqueren, so nach dem Motto „einsamer Cowboy“ und nicht Runden in der Reithalle zu drehen.

Wie macht man es, wenn man nur über begrenzte Mittel verfügt, es sich nicht unbedingt erlauben kann, 6 Monate im Wilden Westen zu verbringen und vor allem, noch nie mehr als 2 Std. bei Ausritten auf einem Pferd gesessen hat?

Die Lösung habe ich nicht auf der anderen Seite des Atlantiks, sondern in Frankreich, im Jura gefunden. Man hat mir einen Reiterhof empfohlen, der mir ein langes, begleitetes Wochenende auf dem Grand Huit zusammengestellt hat.

Fazit? Eine äußerst reiche Erfahrung, die es mir ermöglicht hat, das Nomadenleben zu Pferd hautnah zu erleben – ein seltenes Privileg, wenn man in der Stadt wohnt und eine kleine Revolution, die einem hilft, sich dem Wesentlichen zu nähern: die Natur, das Tier und sich selbst. Und dann sind da die erholsamen Landschaften des Haut-Jura mit ihren abgerundeten Reliefs. Das passte haargenau zum Rhythmus meines Pferdes Hula Hoop (sicher das coolste Pferd des Jura).

Bibracte – Alesia

Bibracte - Alesia à cheval ©CRT Bourgogne-Franche-Comté
Statue de Vervingetorix en Bourgogne -©Alain Doire – CRT Bourgogne-Franche-Comté

Ich bin (Wahl-)Städter, bin aber seit je her schon ein Naturliebhaber. Meine Ferien verbringe ich auf jeden Fall weitab von der Menschenmenge (nicht im Traum würde ich meinen Sommerurlaub in der Region PACA verbringen).

Zwei oder drei Regionen schwirrten mir schon im Kopf, die meiner Vision von Urlaub entsprachen, also das war kein Problem. Ich wusste, dass ich mein Glück finden würde :o). Aber ja, eins hat mich dann doch dazu bewegt, eher die eine als die andere Ecke zu wählen – ich bin ein totaler Reitfan. Ich reite schon seit 15 Jahren in einem Pferdesportzentrum. Aber jetzt wollte ich schon „etwas mehr“ … Pferd + kulturbeschlagener Wanderritt. Und ich denke, ich haben den Top-Kompromiss zwischen Bibracte und Alesia (im Burgund) gefunden.

Man hat ein wenig den Eindruck, durch eine große Pforte Einlass in die Geschichte Frankreichs zu erhalten (Vercingetorix, Alesia, … das sind ja doch schon Namen, die einem im Ohr klingen, oder?). Einen Moment lang habe ich wirklich geglaubt, dass wir, Pferd und Reiter, von der römischen Armee verfolgt würden, so reell ist die „Reise durch die Zeit“ auf diesem Parcours! Und um Ihre Kenntnisse zu erweitern (oder Ihre Unkenntnis zu minimieren), empfehle ich Ihnen wärmstens den Muséoparc in Alesia – das muss man wirklich gesehen haben!

Highlights auf der Strecke

  • Die archäologische Stätte von Bibracte besichtigen

  • An den Festungsanlagen von Flavigny-sur-Ozerain, einem der schönsten Dörfer Frankreichs, entlangreiten.

  • Eine Gourmet-Etappe in Saulieu einlegen.